Die Wetterstation


Eine Davis Vantage Pro2 Plus drahtlos mit Ventilatorbelüftung.


 

Die Wetterstation mit allen Sensoren ist auf meinem Antennmast in ca. 16 Meter Höhe montiert.  Dort werden Regenmenge, Windrichtung, Windstärke, Temperatur, UV Index und die Solarstrahlung gemessen. Der Luftdruck und die Innentemperatur werden im Haus an der Console bzw. im kalten Dachboden bei der Weather Envoy gemessen.  Im November 2008 wurde zusätzlich eine Mobotix M22M installiert, welche das Bild Bos-cha Süd und die Webcam Animation liefert.
 

Der 18 Meter Mast mit Kurzwellen Beam und Wetterstation.

Axis 215 PTZ-e , Mobotix M22M und Davis Vantage Pro

Frontansicht von Süden.

Ende 2016

Es hat sich viel getan. Neben meinem 7 Kamera Gehäuse für die automatische Meteor und TLE Aufzeichnung habe ich einige Antennen und Radios zur parallelen Meteor Radio Detektierung in Betrieb. Um grössere Meteor Ereignisse per Infraschall oder Seismografisch aufzeichnen zu können, habe ich meine Station mit einem Infiltec QM-4.5LV Seismometer und einem Infiltec Infra20 erweitert. Da um mein Haus und im Dorf sehr viele elektromagnetische Störungen und ebenfalls Erschütterungen durch Verkehr, Maschinen, Mensch und Tier existieren, habe ich mich entschlossen, eine abgesetzte Datenerfassungs Einheit, kurz RDCU (RemoteDataCollectionUnit) etwa 250 Meter vom Dorf entfernt zu platzieren. Dort muss natürlich alles mit Solarstrom gespeist werden, damit ich mir über das Stromkabel keine Netzstörungen in die RDCU Box hole.

Nach einer gewissen Testphase neben unserem Haus, habe ich die Kiste dann mit Hilfe unseres Nachbarn und seinem Traktor gezügelt. Bei 140 Kg Eigengewicht, nicht anders machbar. Zum Pech hatten wir bereits den ersten Schnee und sind dann mit Schneeketten und im Schneckentempo den Hügel hochgekrochen. :-) Vielen Dank an Noc :-)

Leider nur als Foto von der Blitzortungs Homepage aufgenommen. :-(


Den Unterbau habe ich wieder einmal von Corsin Rauch, (Rauch Metallbau, Zernez) machen lassen, der immer unermüdlich für mich da ist, wenn es wieder einmal darum geht, einen spinnerten Spezialwunsch von mir umzusetzen. Vielen Dank an dieser Stelle !


Hier ein Bild der Technik, die momentan in der Alu Kiste installiert ist.

RDCU von Innen

Neben den 2 x 12 Volt 200 AH Batterien, hat es einen Laderegler, der von einem 250 Watt Solarpanel, welches mit einem Solartracker nachgeführt wird, gespeist wird. Die Spannung wird über einen 10 fach Sicherungshalter verteilt. Es hat einen kleinen 12 Volt LAN Switch, einen Lancom WLAN Access Point für die Punkt zu Punkt Verbindung, einen Moxa 4 Port Serial to LAN Converter, einen kleinen i5 PC mit Windows 7, einen extern gespeisten 7 fach USB HUB, das Blitzortungssystem TOA System Blue, einen RFSpace SDR-IQ, den Infiltec Infra20 sowie ein Dostmann Electronic LOG110 Datenlogger für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, welcher über den PC ausgelesen werden kann. Als Antenne für die Punkt zu Punkt Verbindung dient eine 18dB Yagi Antenne in einem wettergeschützten Gehäuse. Ausserdem hat es über dem Kollektor eine kleine GPS Antenne für die TOA Blitzortung, welche gleichzeitig NTP Server innerhalb der Alu Kiste ist.

An dem Moxa N5410 ist momentan der Infraschall Sensor und Solar Laderegler angeschlossen. Im Frühjahr 2017 plane ich dann, das Seismometer, den Infraschallsensor und die Erdmagnetfeldsensoren vom SAM, unter die Erde zu bekommen und diese ebenfalls an den Seriell - LAN Converter anzuschliessen.


Hier steht die Kiste bereits am vorgesehenen Standort und wartet, dass der Winter kommt.


 

Mai 2017

Da die Erdmagnetfeld Sensoren sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen ragieren, mussten diese in einer Umgebung installiert werden, in der die Temperaturdrift über 24 Stunden so klein wie möglich ist. Ideal ist hier das Erdreich, welches in einer Tiefe von 2-3 Metern kaum den täglichen Temperaturschwankungen unterliegt. Lediglich die Jahreszeitlichen Temperaturschwankungen machen sich bemerkbar, da die Messwerte aber jeweils um Mitternacht auf Null gesetzt werden, fallen diese nicht mehr ins Gewicht. Da Bos-cha aber auf einer Geröllhalde des Piz Cotschen liegt, war mir von Anfang an klar, hier ist in Handarbeit nicht viel auszurichten und habe die Schwerarbeiten durch einen Bagger erledigen lassen.

Hier ein Bespiel der Sensoren über Grund.

 

Begin der Grabungsarbeiten. 
 
Der Bagger beginnt mit Arbeit
 
Ausrichtung der Sensoren

300 mm Schutzrohr
 
Austritt Kabel  zur RDCU
 
Graben zur RDCU
 
Schacht zu den Sensoren
 
 
Aufgesetzter Isolations Deckel
 
Und Deckel gegen Umwelteinflüsse



Nach ein paar Monaten Testbetrieb musste ich leider feststellen, dass die Messwerte der Sensoren leider immer noch sehr stark schwankten.


Der im Instrumentenrohr eingelassene Digitale Temperatur und Luftfeuchte Sensore von Davis Instruments zeigte aber keine grossen Temperaturschwabkungen. Ein Kollege in der Westschweiz, welcher das gleiche System in Betrieb hat, konnte ähnliche Effekte feststellen. Der Einfluss musste also von wo ander herkommen. Nach einigen Überlegungen und E-Mails mit den Entwickler und Vertrieb des Bausatzes kamen wir zu dem Entschluss, dass das Problem bei der 5 Volt Spannungsversorgung liegen muss. Somit wäre der beste Weg gewesen, die 5 Volt Regler bei den Sensoren in 2-3 Metern Tiefe zu installieren. Da wir aber ohne grössere Grabarbeiten nie mehr an die verklebten Sensoren herankommen würden, mussten wir einen anderen Weg finden. Whitham, der Vertreiber des Bausatz empfahl einen 50 Volt Präzissionsspannungsregler. Ich entwarf und baute daraufhin eine kleine 2 stufige Spannungsversorgung, welche die Spannungsversorgung des SAM Kontrollers nutzt und daraus eine hochgenaue 5 Volt Versorgung zur Verfügung stellt.

     

Da es auf der Wiese etwas umständlich zum Löten ist, und mir auf Grund der technischen Gegebenheiten keine grosse Wahl blieb, habe ich die Platine in einem wasserdichten Gehäuse im 300 mm Schutzrohr versenkt, wo die Temperatur recht stabil bleibt.

Die Ergebnisse können sich nun sehen lassen.